Geschafft, endlich….

„Als ich meine Jungs bewusst belog…“

Von CHRISTOPH DAUM

Ich werde jetzt wiederholt gefragt, wie wir in den letzten Saisonspielen sportlich so die Kurve bekommen konnten.

Es war nicht einfach, genau dies zu erreichen. Ich habe der Mannschaft gegen Ende der Saison gesagt: Jungs, hier geht es jetzt nur ums Überleben! In der Endphase haben wir unser Spiel auf bedingungslosen Kampf umgestellt, martialisch würde ich sagen: Krieg!

Wir mussten mehr Biss und Schärfe entwickeln, gegen einen spielerisch so starken Gegner wie Hoffenheim ging es einfach nicht anders. Kampf und Geschlossenheit waren das Wichtigste, es ging nicht mehr darum, einen Attraktivitätspreis zu gewinnen.

In unzähligen Einzelgesprächen konnten wir zu den Spielern eine Vertrauensbasis aufbauen. Wir sind unbeirrbar unseren Weg gegangen und hatten endlich verstanden, dass nur wir uns selbst helfen können.

Ich möchte hier unserem Teambetreuer Marcus Rauert ein Lob aussprechen. Er hat einen Riesen-Job gemacht. Marcus hat sich nicht nur sehr um die Spieler, sondern auch um deren Familien gekümmert, die ja fast in der ganzen Welt verstreut leben.

Er hat organisiert, dass sie nach Köln kommen konnten. Durch solche Sachen und durch teaminterne Aktivitäten, die auch eine Nachhaltigkeit haben, sind wir zu einer Einheit geworden.

Ab dem 28. Spieltag waren wir voll da – so, wie wir es uns vorgenommen hatten. Wir konnten noch einmal physisch enorm aufholen. Nicht umsonst haben wir in dieser Phase einen Leistungstest absolviert.

In dieser Situation musste ich auch mal zu dem einen oder anderen Trick greifen. Wir haben bei einigen Spielern die Laktatwerte geschönt. Das heißt: Wir haben ihnen ganz bewusst bessere Werte mitgeteilt, als sie eigentlich hatten!

Ausnahmsweise muss ich zwei Spieler für diese Endphase hervorheben. Patrick Helmes war sensationell gut drauf. Er hat verstanden, dass er Kraft für zwei Spiele hat.

Patrick Helmes

Roda Antar habe ich als unsere „Geheimwaffe“ aufgebaut. Es war mir bewusst, dass er am Ende der Saison so richtig in Form kommen würde. Ich habe ihm immer wieder eingebläut: „Roda, du bist in der Endphase unser entscheidender Mann.“

Ich habe ihn bewusst als freien Mann hinter den Spitzen spielen lassen. Beim Gegner hatte sich natürlich alles auf unser Top-Duo Helmes/ Novakovic fokussiert. Und dadurch hatte Antar mehr Freiheiten, die er einfach toll

Kevin Pezzoni von Blackburn Rovers

Youssef Mohamad neu vom SC Freiburg
  Faryd Mondragon 21.06.71 1,91 94
Ümit Özat 30.10.76 1,86 75
Kevin McKenna 21.01.80 1,90 85
Cem Bagci (Konditionstrainer)
Nemanja Vucicevic 11.08.79 1,81 73

Wir sind auch Weltmeister….

 

Cheftrainerin Silvia Neid

Eupen (dpa) - Was haben Fußball-Nationalstürmerin Conny Pohlers und Kevin Kuranyi gemeinsam? Beide verpassten aufgrund ihrer damaligen Formschwäche die Teilnahme an der Weltmeisterschaft und hatten lange daran zu knabbern..

Doch wie Schalkes Angreifer, der sich nach dem WM-Aus 2006 zurückkämpfte und durch gute Leistungen in der Bundesliga nun vor dem Sprung zur EM steht, erwies sich auch die 29- Jährige vom 1. FFC Frankfurt als «Stehaufmännchen». Mit ihrer fabelhaften Vorstellung beim 5:0 in Belgien, mit dem sich die deutschen Frauen die EM-Teilnahme 2009 in Finnland sicherten, hat Pohlers sich nachhaltig für ein Olympia-Ticket empfohlen.

«Ich werde nur die besten Spielerinnen mit nach Peking nehmen. Es geht nur nach Leistung. Conny ist in ihrem zweiten Frühling. Im Moment hat sie die beste Form von allen», lobte Cheftrainerin Silvia Neid. Damit macht die 44-Jährige dem kleinen Wirbelwind, der in Eupen über den Rasen fegte wie in besten Zeiten, große Hoffnungen auf einen Platz im nur 18 Spielerinnen umfassenden Olympia-Kader.

Pohlers weiß, dass das Rennen um die Fahrkarten nach Peking noch längst nicht gelaufen ist. Gerade im Angriff ist das Gedränge groß. In den Weltmeisterinnen Petra Wimbersky und Sandra Smisek hat Pohlers gleich zwei Konkurrentinnen im eigenen Club, Hoffnungen machen sich zudem die Wolfsburgerin Martina Müller und die Potsdamerin Anja Mittag. Im Offensivbereich gesetzt ist nur Birgit Prinz. «Jedes Spiel ist jetzt wichtig, nicht nur die Länderspiele, sondern auch die Spiele mit dem Verein. Ich will unbedingt mit nach Peking. Das sieht man doch wohl, oder?», meinte Pohlers, die zwei Tore selbst erzielte und das 4:0 von Kerstin Garefrekes vorbereitete.

In der Bundesliga-Torjägerinnenliste liegt Pohlers mit 20 Treffern im Moment an der Spitze. «Ich habe einfach einen Lauf und großes Selbstvertrauen», sagte die 63-malige Nationalspielerin, die vor einem Jahr das WM-Ticket verpasste und maßlos enttäuscht war. «Es liegt ja nicht an mir, wenn eine Spielerin nicht mitfährt. Jede hat es selbst in der Hand, durch Leistung zu überzeugen», sagte Neid, die den Konkurrenzkampf bewusst schürt.

Mit entscheidend für die Kehrtwende in Pohlers’ Karriere war ihr Vereinswechsel im vorigen Sommer, als sie Turbine Podsdam verließ und beim Meister aus Frankfurt einen Neuanfang wagte. «Das war ein wichtiger Schritt», sagte sie über beide Wangen strahlend. «Die WM habe ich längst abgehakt. Ich bin ein positivdenkender Mensch und schaue nur nach vorn. Für mich zählt jetzt nur Olympia.»

 

23 16.11.1978 1. FFC Frankfurt 63 27

 

 

18 04.09.1979 1. FFC Frankfurt 88 31

  

Nadine Angerer – 61 Spiele (davon 39 Spiele ohne Gegentor)

Silke Rottenberg 25.01.1972 1993 1.FFC Frankfurt 125

 

 

Melanie Behringer 18.11.1985 2005 SC Freiburg 31 8

17 25.07.1979 Djurgarden IF 148 9

6 07.12.1983 SG Essen-Schönebeck 38 3

Pressetermin mit der ARD

 

mit SIR Henry beim Länderspiel

Folterkammer MSV Duisburg (Fanbericht)

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Rudi Bommer (Trainer)

Freunde, letzte Woche habe ich Fußball gesehen - richtigen Fußball! Ich meine dieses Spiel mit 22 Mann, einem Ball und am Ende gewinnen die Deutschen und so. Europapokal hieß das Ganze. Hach, war das schön…


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Heiko Scholz (Co Trainer)

Im UEFA-Cup ist Bayern Titelanwärter Nummer 1. Beim deutschen Duell zwischen Leverkusen und Hamburg hat mir zumindest die zweite Hälfte ganz gut gefallen. Und die Champions League? Ja, selbst für die Schalker habe ich mich ehrlich gefreut; war ja ganz schön spannend am Ende mit dem Elfmeterschießen! Samstag jedoch musste ich wieder zum MSV und all meine neugewonnene Freude an der schönsten Nebensache der Welt ist für’n Arsch!

Haben wir was anderes erwartet? Nein, denn mit Hansa Rostock kam eine Mannschaft in die MSV-Arena, mit der wir uns selbst nach der Bommerschen Zählweise auf Augenhöhe befinden dürften. Und was dabei heraus kommt, wenn der MSV gegen Seinesgleichen spielt, haben wir Samstag gesehen. Das Spiel erinnerte mich übrigens an einen Schultest von mir in der achten Klasse im Fach Chemie, den mir mein geringfügig exzentrischer Lehrer mit der Note 8 (!) quittiert um die Ohren pfefferte. Denn genau diese Note möchte ich dem Spiel MSV Duisburg gegen Hansa Rostock geben. Das war eine neunzigminütige Zuschauerfolter, die mit dem 1:1 genau zwei Tore zu viel hatte und exakt 92 Minuten zu lange gedauert hat. (Die Halbzeitpause war aber ganz OK.)

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Spielmacher Joseph Moktari

Trotzdem werde ich vermutlich auch bei den nächsten Heimspielen wieder im Stadion weilen. Wenn ich wegen meiner Abschlussarbeit in der Uni schon keine Zeit mehr für Auswärtsfahrten finde, so bleibe ich dem MSV zumindest zu Hause treu. Schließlich ist man da mal an der frischen Luft und kann mit seinen Freunden ein Bierchen trinken und small-talken oder so. Fußball bekommt man hier ja leider nicht mehr zu sehen. Warum zeigen die auf der Videowand nicht einfach ein paar Spiele aus den guten alten Zeiten, als Duisburg und Fußball noch keine Gegensätze waren? Das wär doch mal was! Meinetwegen können sie aber auch Dauerwerbung laufen lassen. Abwechslungsreicher wär das in jedem Fall!

Gemein ist gemein…

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Fundsachen aus dem Netz

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Mythos Borussia Mönchengladbach….

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Was macht den Mythos Borussia Mönchengladbach aus? Warum haben noch heute, nach Jahren des Mittelmaßes und zweijähriger Bundesliga-Abstinenz deutschlandweit nur zwei, drei Bundesligisten eine ähnlich große Anhänger- und Sympathisantenschar wie Borussia? Warum kritzeln Schriftsteller in ihre Romane eine Aufstellung Borussia Mönchengladbachs, wie sie im Himmel aussehen könnte und setzen Hennes Weisweiler auf eine Wolke? Borussia war anders. Während die Nationalmannschaft bei internationalen Turnieren regelmäßig ins Finale einzog und mit deutschen Tugenden erfolgreich war, spielte in Mönchengladbach ein Team, dessen Prinzip nicht der Sieg, sondern die Ästhetik des Spiels war. Statt Kampf und Kraft Lust und Leidenschaft.
Borussias Triumphe sind unvergesslich, weil ihnen immer die Aura des Besonderen anhaftete. Das 2:1 gegen den 1. FC Köln im Juni 1973 gilt bis heute als das beste DFB-Pokalfinale aller Zeiten. Günter Netzers damals entscheidendes Tor in der Verlängerung nimmt es im Bekanntheitsgrad auf mit den Treffern von Helmut Rahn bei der WM 1954 oder dem Tor von Gerd Müller im WM-Endspiel von 1974. Es war ein Tor wie ein Kunstwerk. Günter Netzer verkörperte die Ästhetik des Mönchengladbacher Fußballs. Er kam, wie es damals hieß, „aus der Tiefe des Raums“. Und doch: Ohne einen unermüdlichen Rackerer wie Berti Vogts, ohne die zuverlässigen Dienste eines Hacki Wimmer, ohne den Torriecher eines Jupp Heynckes hätte Netzers Stern weniger hell gestrahlt. Den Mythos Borussia Mönchengladbach begründete nicht ein Spieler alleine, sondern die Fohlen-Elf, das Kollektiv mit seinem Dirigenten Hennes Weisweiler.
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Es waren aber mindestens in gleichem Maße die großen Niederlagen, die die Herzen für Borussia schlagen ließen. Niederlagen wie die gegen den übermächtigen FC Liverpool, gegen den Borussia im Europapokal dreimal den Kürzeren zog. Vor allem aber die Niederlagen, die keine waren: Wie im April 1971, als am Bökelberg im Spiel gegen Werder Bremen ein Torpfosten brach, der Schiedsrichter daraufhin die Partie abpfiff und der DFB den Bremern die Punkte zusprach. Wie im Herbst 1971, als das sagenhafte 7:1 gegen Inter Mailand von der UEFA annulliert wurde, weil der italienische Nationalspieler Roberto Boninsegna von einer leeren Cola-Büchse am Kopf getroffen worden war. Wie im März 1976, als im Europapokalspiel bei Real Madrid zwei VfL-Tore nicht anerkannt wurden. Niederlagen, aus denen Borussia als moralischer Sieger hervorging und die wie Siege am Mythos Borussia Mönchengladbach bastelten.
Das Leiden hat beim VfL immer dazugehört. Mehr als in anderen Klubs. Sepp Herberger, der Vater aller deutschen Fußballtrainer, erklärte die Lust der Leute am Fußball einmal so: „Die Menschen gehen ins Stadion, weil sie nicht wissen, wie das Spiel ausgeht.“ Nirgends galt dieser Satz mehr als in Mönchengladbach. Auf dem Bökelberg bekamen die Zuschauer rauschende Fußballfeste zu sehen; und eine Woche später wieder unerklärliche Niederlagen ihrer Lieblinge. Die Mannschaft, die der damalige Sportredakteur der Rheinischen Post, W. A. Hurtmanns, nach dem Aufstieg in die Bundesliga 1965 erstmals als Fohlen-Elf bezeichnete, verdiente sich diesen Beinamen nicht nur durch ihr geringes Durchschnittsalter. Die Kicker aus Mönchengladbach ließen auf den Spielplätzen der Bundesliga ihrer Lust am Fußball freien Lauf wie junge Fohlen ihrer Lust am Leben: leichtsinnig und ungestüm, leichtfüßig und sorglos. Das Wort vom Fohlen-Fußball manifestierte sich in den frühen 70er-Jahren, als Borussia Deutsche Meistertitel gewann, den DFB-Pokal holte und im Sturm und Drang Europa eroberte. Tatsächlicher, greifbarer Erfolg hatte sich erst eingestellt, nachdem Trainer Hennes Weisweiler erfahrene Spieler in sein Kollektiv der Himmelsstürmer eingebaut hatte. Wie Fohlen spielten sie trotzdem weiter. 35 Jahre nach Borussias Aufstieg unter die Elite des deutschen Fußballs kommt es nicht mehr häufig vor, dass Mannschaften aufspielen wie einst der VfL.
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Es ist dieser Mythos, der Borussias Popularität ausmacht. Jahre der Mittelmäßigkeit, der Niederlagen und des Abstiegs haben daran nichts geändert. Borussia ist etwas Besonderes. Borussias Fans sind etwas Besonderes, Fußball-Liebhaber, die im Herbergerschen Sinne nicht wissen, was sie erwartet: Sieg oder Niederlage, Jubel oder Trauer.

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Torwarttrainer Kamps

Auf der Reeperbahn nachts um halb eins……

Den Verkauf des Stadionnamens konnten die Fans des FC St. Pauli noch verhindern, gegen den Abriss des legendären Klubheims war nichts zu machen. Jetzt entzweit die nächste unbeliebte Reform Klubführung und Anhänger.
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Als Hannover 96 zu einem Freundschaftsspiel am Millerntor zu Gast war, bekamen die St.Pauli-Fans irritierende Flugblätter in die Hand gedrückt. Darauf stand, dass ab dem ersten Spiel der Rückrunde am Millerntor ein neues Zahlungsmittel eingeführt werde. An Bier- und Bratwurstständen solle nur noch mit dem „Millerntaler“ bezahlt werden, welchen die Stadionbesucher an separaten Verkaufsstellen erwerben könnten.

 

Dadurch solle die Arbeit der Verkaufskräfte erleichtert und der Service verbessert werden. Ein Taler gleich ein Bier oder eine Bratwurst, so die Rechnung. Dadurch soll das ständige Zählen und Herausgeben von Wechselgeld wegfallen. Was nicht auf den Flyern stand: Außerdem hofft der Verein natürlich auf Mehreinnahmen durch bezahlte aber nicht eingelöste oder zurückgegebene Taler.Aber die St.Pauli-Fans lassen sich nicht so einfach von der Macht des Marktes überzeugen, wie es auf Schalke, in München oder in Frankfurt der Fall ist. Dort wird bereits seit einiger Zeit auf neue Zahlungsmittel gesetzt. Gewinnorientiertes Marketing wird, so war es auch beim angedachten Verkauf des Stadionnamens, auf St.Pauli nicht akzeptiert. Zumindest nicht solange die Fangemeinde auf der Verliererseite steht.

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Noch am Tag der Ankündigung quollen die Internetforen der St.Pauli-Anhänger über. Kommentare wie „neumodischer Schnickschnack“ und „Firlefanz“ gipfelten schließlich in einer Online-Petition, die zum Boykott gegen den „Millerntaler“ aufrief. Die trinkfreudigen Astra-Liebhaber wollen zukünftig auf ihr Bier im Stadion verzichten und so dem Präsidenten Corny Littmann deutlich machen, dass die Träger der Totenkopf-Fahnen erst nach ihrer Meinung gefragt werden wollen.Die Fans sehen durch die neue Währung keine nennenswerten Vorteile für den Stadionbesucher. Die Argumente der Vereinsführung, an den Stadionständen schneller bedient zu werden, entkräften die Anhänger mit dem nachvollziehbaren Vorwurf, dass sowohl beim Kauf des „Millerntalers“ als auch bei dessen eventueller Rückgabe nach dem Spiel lange Warteschlangen entstehen könnten.

Drei Tage später ruderte Wortführer Littmann zurück. Im Stadion werde „bis in alle Ewigkeit“ die Möglichkeit bestehen neben dem „Millerntaler“ auch mit Euro zu bezahlen. Keiner soll gezwungen werden, die Taler in Form von Pokerchips zu kaufen. Allerdings werde, so Littmann, der Kauf der obligatorischen Fanutensilien Bier und Bratwurst mit Euro nur an einigen wenigen Ständen möglich sein. Die Fans feiern das als Teilerfolg im Kampf gegen die Kommerzialisierung, bleiben jedoch skeptisch.

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Genauso wie damit gerechnet wird, dass irgendwann das Stadion doch umgetauft wird, glaubt man nun daran, dass in einem schleichenden Prozess die Währungsreform durchgesetzt werden soll.

Dä Bus is wäg……

Der Bus wurde von seinem Stellplatz in der Escher Straße gestohlen.
Bus von FC-Fan-Klub “Kölsche Mythos” geklaut

Köln - Böse Überraschung für den FC-Fan-Klub “Kölsche Mythos”. Der vereinseigene Bus wurde vom seinem Stellplatz in der Escher Straße geklaut!

Der Fan-Bus von Kölsche Mythos ist seit Montagnacht verschwunden.
Foto: Fanklub Kölsche Mythos

Als sich ein Teil der Klub-Mitglieder am Mittwoch traf, um das Gefährt für die Tour nach Jena startklar zu machen, erlebten sie die böse Überraschung: Der Bus war weg!

“Zuerst haben wir natürlich mit dem Fahrer telefoniert, ob er den Bus anderweitig abgestellt hat”, sagt Stephan Broschinki von “Kölsche Mythos” zu EXPRESS.DE. Danach wurde die Polizei verständigt, der Bus als gestohlen gemeldet.

“Wir haben keine Ahnung, wer den Bus geklaut haben könnte”, so Broschinski weiter. An einen dummen Streich mag er nicht mehr glauben. “Einen Bus zu stehlen, ist ein Verbrechen.”

“Wir schließen nicht aus, dass er schon irgendwo im Ausland ist”, so der FC-Fan, der EXPRESS.DE um Hilfe bat. Immerhin ist der Bus sehr auffällig bemalt und würde in Köln oder Umgebung sicher auffallen. Gemeinsam mit dem Vorstand bemüht sich Stephan Broschinski jetzt um Ersatz. “Wir hatten bereits über 30 Anmeldungen für das Spiel gegen Jena. Jetzt haben wir Kontakt zu anderen Fan-Klubs aufgenommen, um die Mitfahrgelegenheiten für den Freitag zu organisieren. Eventuell müssen wir einen Bus anmieten.”

Sollte es wirklich ein dummer Streich gewesen sein, dann bittet der Fan-Klub darum, dass der oder die Diebe den Bus wieder zurückbringen.

SIR Henrys Blitzbesuch in Nürnberg

Einen ungünstigeren Zeitpunkt kann es für einen Trainerwechsel kaum geben und deshalb besuchte SIR Henry seinen alten Kumpel Hans Meyer in Nürnberg.. Nicht nur, weil der alte Trainer gerade noch die Mannschaft auf die Rückrunde vorbereitet hat und um seine Personalwünsche ergänzt hat. Sondern auch, weil der Trainermarkt recht überschaubar aussieht. Weil kaum Auswahl besteht, greifen die Vereinsfunktionäre in solchen Situationen gerne auf ein Mitglied der Trainergilde zurück, die in der Branche als Feuerwehrmänner gelten. Das sind jene Scharfmacher und Einheizer, meist Männer der alten Trainergeneration, die in zehn, zwölf Spielen eine Mannschaft zu Hochform pushen, um dann in der Folgesaison mit ansehen zu müssen, wie die Mannschaft wieder in die Tabellenregion abfällt, aus der man sie eben erst befreit hat. Männer vom Schlage eines Peter Neururer.

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SIR Henry mit den sprachlosen Spieler der Clubs

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So ist eben unser Henry, Groundhopper und Seelsorger in einer Person…

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Wenigstens SIR Henry spendete Meyer ein wenig Trost

Der Versuchung, einen dieser Feuerwehrmänner zu verpflichten, haben die Nürnberger widerstanden und sich stattdessen für Thomas von Heesen, 46, als Meyer-Nachfolger entschieden. “Von Heesen hat Erfahrung im Abstiegskampf”, erklärten zwar nach dem Trainerwechsel Club-Präsident Michael A. Roth und Club-Sportdirektor Martin Bader – doch das war eigentlich die falsche Begründung zur richtigen Entscheidung.

Denn wenn allein die Erfahrung im Abstiegskampf das Kriterium wäre, dann hätte sich der Club vielleicht besser für einen aus der Neururer-Garde entschieden. Von Heesen hingegen hat gerade mal zwei halbe Bundesliga-Abstiegskämpfe hinter sich. In der Saison 2004/05 übernahm er Arminia Bielefeld erst im Mai, als der Klassenerhalt schon gesichert war. 2005/06 brachte er das Kunststück fertig, sich mit den weder finanziell noch personell stark aufgestellten Arminen irgendwo auf den Plätzen zehn bis 13 einzupendeln und nach der Winterpause nie in ernsthafte Abstiegssorgen zu geraten. Und im Jahr 2006/07 schließlich wurde er nach einer 0:1-Niederlage gegen Bayern und als Tabellenelfter entlassen, als der Abstiegskampf noch gar nicht richtig begonnen hatte.

Talentschmiede Ajax Amsterdam

Ajax Amsterdam durchlebt nach dem Weggang von Ryan Babel und Wesley Sneijder, zwei Eigengewächsen aus dem klubeigenen Ausbildungszentrum, einen äußerst schwierigen Saisonbeginn. Aber wie immer wird sich der Klub seinen eigenen Ersatz schaffen. Denn die Ajax-Schule bewahrt sich ihre Aura, ihre Klasse und Effizienz, die mit dem Aufblühen der Generation Cruyff begann. FIFA.com durfte exklusiv die heiligen Hallen des totalen Fussballs besuchen.

Dort steht sie, nur wenige Meter entfernt. Die moderne, luxuriöse Amsterdam ArenA. Imposant wie das griechische Schlachtschiff des mythischen Ajax während des Trojanischen Krieges. Tag für Tag weckt das Gelände die Sehnsüchte der Bewohner des Ausbildungszentrums. Alle träumen sie hier davon, es in die erste Mannschaft zu schaffen und in die Fußstapfen jener zu treten, die seit 30 Jahren die Legende der Ajax-Talentschmiede begründen. Fussball ist hier eine philosophische Angelegenheit und Bestandteil des kulturellen Erbes.

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An den Wänden des Verwaltungstrakts des Zentrums, der Bar, des Spielsalons oder der mit Teppichen ausgelegten Gänge erinnern Fotos an die glorreiche Vergangenheit. Johann Cruyff, Frank Rijkaard, Marco van Basten, Dennis Bergkamp, Edgar Davids, Clarence Seedorf, Patrick Kluivert, die Gebrüder Frank und Ronald de Boer, Mark Overmars, Danny Blind, Edwin Van der Sar: das Etikett Ajax ist eine Referenz, eine Marke, die ihresgleichen in Europa sucht.

Die Goldene Generation der UEFA Champions League-Sieger von 1995 unter Louis van Gaal, mit neun von elf Spielern im Aufgebot, die in diesem Klub ausgebildet wurden, ist bereits in die Fussballgeschichte eingegangen. “Das ist keine Erfolgsgarantie. Das individuelle Talent ist der Schlüssel”, versichert andererseits Jan Olde Riekerink, Leiter des Zentrums seit Sommer 2007.

Dennoch standen im Kader des niederländischen Nationaltrainers im vergangenen Jahr bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ nicht weniger als neun Spieler, die bei Ajax ausgebildet wurden. Darunter die neuen Stars Sneijder, Babel und Hedwiges Maduro, der letzte, der immer noch dort dabei ist. “Unser Standard ist es, jedes Jahr zwei Spieler des Zentrums in die A-Mannschaft zu integrieren”, präzisiert Riekerink, ehemaliger Assistenztrainer beim FC Porto, der zuvor acht Jahre für Ajax Amsterdam arbeitete (von 1993 bis 2001).

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Es ist kurz nach 9.00 Uhr an diesem diesigen Septembermorgen. Die sieben Trainingsplätze des Zentrums, zwei davon Kunstrasenplätze, sind leer. Im metallicgrauen “Bunker” vor dem Eingangstor, in dem sich die Umkleidekabinen und die Büros befinden, in der ersten Etage, vertreiben sich fünf Personen die Zeit mit einem Billardspiel, während sie darauf warten, die Fussballstiefel schnüren zu können. Am Nachmittag schließlich herrscht in der Talentschmiede die größte Betriebsamkeit. Bei einem Budget von 4,5 Millionen Euro kann die Ajax-Schule heute 240 Spieler in 14 Kategorien von 7-19 Jahren aufnehmen. Der Klub kann sich damit brüsten, mit sieben Mannschaften in den nationalen Meisterschaften vertreten zu sein. Die oft zitierte “familiäre Stimmung” ist hier keine leere Worthülse. “Viele ehemalige Spieler engagieren sich immer noch im Klub, und das ist eine gute Sache”, bestätigt Riekerink.

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Spielszenen aus: Roda - Ajax 2-1, am So.10.02.2008

Eine Philosophie aus vier Buchstaben
Seit den 60er Jahren gibt es bei Ajax vor allem eine Spielphilosophie, und das ist ein offensives 4-3-3-System des totalen Fussballs. Es lässt sich in vier Buchstaben zusammenfassen: TIPS. Dies steht für “Technical-Insight-Personality-Speed”. Dies sind die Kriterien, nach denen die Ajax-Schule ihre Mitglieder rekrutiert. “Der Scouting-Bereich besteht aus 40 Freiwilligen und vier Vollzeitbeschäftigten. Wir suchen nie weiter als im Umkreis von 60 Kilometern um Amsterdam herum. Wir glauben an unsere eigene Kultur und es ist nicht unsere Philosophie, uns junge Spieler im Ausland zu suchen”, erklärt Riekerink. Nichtsdestotrotz hat Ajax sein Talentsuchprogramm auf Südafrika und die Vereinigten Staaten ausgeweitet, indem es dort ein Ajax Kapstadt beziehungsweise Ajax America gründete. Steven Pienaar oder Aaron Mokoena beispielsweise sind Spieler, die über diese “Filialen” nach Amsterdam gelangt sind.

“Wir pflegen eine Philosophie des kreativen Fussballs, temporeich und technisch anspruchsvoll. Diese Kategorien werden im Training manchmal gemischt. Die individuelle Klasse ist wichtiger als das System. Alle Mannschaften bis zur Altersklasse von zwölf Jahren spielen ein 3-4-3 und anschließend ein 4-3-3, aber das ist flexibel. Wenn wir zwei Super-Stürmer haben, können wir es in ein 4-4-2 ändern”, erklärt Riekerink weiter, indem er auf der weißen Tafel in der Mitte seines Büros die farbigen Magnete hin- und herschiebt.

“Bei uns haben wir auf jeder Position kreative Spieler. Alles dreht sich um den Ball. Es sind die vielen Details, die unsere Besonderheit ausmachen, wie zum Beispiel das Pressing, die Vielseitigkeit und die Bewegung mit dem Ball. Es ist diese Belebung, die den Unterschied ausmacht.” Der ehemalige Trainer des KAA Gent in Belgien, dem 22 Trainer unterstellt sind, erläutert auch schon das nächste Ziel der Ajax-Schule: die Antizipation beim Lesen des Spiels und die anschließende Ausführung von defensiven wie offensiven Bewegungen. “Es wird etwa zwei Jahre dauern, dieses Programm so zu integrieren, dass alle Trainer die gleiche Sprache sprechen”, präzisiert Riekerink.

Seit dem Bosman-Urteil und den in der Folge immer häufiger stattfindenden Besuchen von Vertretern der großen europäischen Klubs, wie zum Beispiel des FC Liverpool, verliert das Zentrum nach und nach seine Bedeutung als Lieferant vornehmlich der eigenen ersten Mannschaft. In den letzten zehn Jahren hat sich auch die nationale Konkurrenz weiterentwickelt. Aber dennoch bleibt das System Ajax einzigartig und wird weiterhin geschätzt.

An den drei Tagen, an denen Ajax die “Talent Days” veranstaltet, strömen Jahr für Jahr fast 2.000 Fussballer in die Akademie, um den Versuch zu unternehmen, sich ihre Träume zu verwirklichen. Zwei oder drei davon kommen in den Genuss dieses Privilegs. Edgar Davids war einer von ihnen. “Wir wollen keine Roboter heranzüchten”, versichert Riederink. “Wir denken, dass das familiäre Umfeld sehr wichtig ist. Die Schüler essen hier, lernen hier und spielen Fussball, aber ihr Zuhause bleibt bei ihrer Familie. Die jüngsten trainieren drei Mal wöchentlich, die bis 19-jährigen sechs Mal”, ergänzt der Leiter des Zentrums.

Draußen absolvieren unterdessen die ältesten Spieler des Zentrums ihr Trainingspensum. Die Maschinerie der Meistermacher setzt ihre Arbeit fort…

Bojan Krkic vom FC Barcelona

Das muss man sich mal vorstellen: Als Andi Brehme den Weltmeisterelfer in die Maschen drosch, war dieser Junge noch nicht auf der Welt. Und nun schickt sich Bojan Krkic vom FC Barcelona an, die Fußballwelt zu beherrschen.

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Spielszene FC Barcelona – Recreativo Huelva: Weiter Ball rechts auf Henry, mit gewohnter Eleganz nimmt der Franzose den Ball mit und legt zurück auf die Höhe des Elfmeterpunkts zur Nummer 27. Ein kurzer Haken, ein Flachschuss ins lange Eck: Tor - 2:0. Der Torschütze strahlt über beide Ohren, gestikuliert, blickt dankend nach oben in den Himmel und fällt seinem Assistgeber in die Arme. Er sieht aus wie ein Kind und tatsächlich: Der Jubelnde ist gerade einmal 17 Jahre alt. Die Rede ist von Bojan Krkić Pérez – kurz Bojan. Einem der größten Talente seiner Zeit.

Wie sein Name schon vermuten lässt, hat der kleine Dribbelkünstler auch nicht-spanische Wurzeln. Sein Vater, der ebenfalls den Vornamen Bojan trägt, ist Serbe und spielte selbst in den 80er Jahren in Belgrad für Roter Stern und OFK, ehe ihn die Liebe nach Spanien verschlug und er eine Katalanin heiratete. Schon als Neunjährigen brachte Papa Bojan seinen Sohn bei Barca unter, und sein Zögling machte mit 889 Toren in sieben Jahren in diversen Jugendabteilungen und der B-Mannschaft gehörig von sich reden. So stand der am 28. August 1990 in Lleida, Katalonien, geborene Wunderknabe bereits sehr früh im Rampenlicht. Mit zehn Jahren gab er sein erstes Interview für Barca TV, spätestens da wurden die ersten Anhänger des katalonischen Vorzeigeklubs auf ihn aufmerksam.

Kampf der Verbände

Die Erwartungshaltung in den kleinen Bojan war also groß, umso verbissener der Kampf der Verbände um seine Person: Denn natürlich wollten sowohl die Spanier als auch die Serben den Doppelbürger in ihre Nationalmannschaften einberufen. Beide Verbände buhlten um ihn, und ganz Serbien trauerte, als er sich schlussendlich für die Heimat seiner Mutter entschied, das Land also, in dem er sein ganzes bisheriges Leben verbracht hatte.

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Gleich bei seinem ersten Großereignis, der U17-EM 2006 in Luxemburg, wurde er Torschützenkönig. Beim nächsten Turnier, der U17-Weltmeisterschaft in Korea, schoss er sein Team in der Verlängerung des Halbfinales gegen Ghana ins Finale, wurde anschließend aber nach der zweiten gelben Karte ausgeschlossen. Wie sein Trainer später berichtete, saß er darauf weinend in seiner Kabine, weil er wusste, dass das WM-Finale ohne ihn über die Bühne gehen würde. Das Team vermisste seinen Star sichtlich und verpasste den Titel im Elfmeterschießen gegen Nigeria.