h1

SIR Henrys Blitzbesuch in Nürnberg

Februar 13, 2008

Einen ungünstigeren Zeitpunkt kann es für einen Trainerwechsel kaum geben und deshalb besuchte SIR Henry seinen alten Kumpel Hans Meyer in Nürnberg.. Nicht nur, weil der alte Trainer gerade noch die Mannschaft auf die Rückrunde vorbereitet hat und um seine Personalwünsche ergänzt hat. Sondern auch, weil der Trainermarkt recht überschaubar aussieht. Weil kaum Auswahl besteht, greifen die Vereinsfunktionäre in solchen Situationen gerne auf ein Mitglied der Trainergilde zurück, die in der Branche als Feuerwehrmänner gelten. Das sind jene Scharfmacher und Einheizer, meist Männer der alten Trainergeneration, die in zehn, zwölf Spielen eine Mannschaft zu Hochform pushen, um dann in der Folgesaison mit ansehen zu müssen, wie die Mannschaft wieder in die Tabellenregion abfällt, aus der man sie eben erst befreit hat. Männer vom Schlage eines Peter Neururer.

nurnberg2007-057.jpg  nurnberg2007-059.jpg  nurnberg2007-062.jpg 

SIR Henry mit den sprachlosen Spieler der Clubs

nurnberg2007-064.jpg

So ist eben unser Henry, Groundhopper und Seelsorger in einer Person…

nurnberg2007-065.jpg  nurnberg2007-067.jpg nurnberg2007-070.jpg

nurnberg2007-068.jpg

Wenigstens SIR Henry spendete Meyer ein wenig Trost

Der Versuchung, einen dieser Feuerwehrmänner zu verpflichten, haben die Nürnberger widerstanden und sich stattdessen für Thomas von Heesen, 46, als Meyer-Nachfolger entschieden. “Von Heesen hat Erfahrung im Abstiegskampf”, erklärten zwar nach dem Trainerwechsel Club-Präsident Michael A. Roth und Club-Sportdirektor Martin Bader – doch das war eigentlich die falsche Begründung zur richtigen Entscheidung.

Denn wenn allein die Erfahrung im Abstiegskampf das Kriterium wäre, dann hätte sich der Club vielleicht besser für einen aus der Neururer-Garde entschieden. Von Heesen hingegen hat gerade mal zwei halbe Bundesliga-Abstiegskämpfe hinter sich. In der Saison 2004/05 übernahm er Arminia Bielefeld erst im Mai, als der Klassenerhalt schon gesichert war. 2005/06 brachte er das Kunststück fertig, sich mit den weder finanziell noch personell stark aufgestellten Arminen irgendwo auf den Plätzen zehn bis 13 einzupendeln und nach der Winterpause nie in ernsthafte Abstiegssorgen zu geraten. Und im Jahr 2006/07 schließlich wurde er nach einer 0:1-Niederlage gegen Bayern und als Tabellenelfter entlassen, als der Abstiegskampf noch gar nicht richtig begonnen hatte.

Kommentar schreiben