Wir sind auch Weltmeister….
Cheftrainerin Silvia Neid
Eupen (dpa) - Was haben Fußball-Nationalstürmerin Conny Pohlers und Kevin Kuranyi gemeinsam? Beide verpassten aufgrund ihrer damaligen Formschwäche die Teilnahme an der Weltmeisterschaft und hatten lange daran zu knabbern..
Doch wie Schalkes Angreifer, der sich nach dem WM-Aus 2006 zurückkämpfte und durch gute Leistungen in der Bundesliga nun vor dem Sprung zur EM steht, erwies sich auch die 29- Jährige vom 1. FFC Frankfurt als «Stehaufmännchen». Mit ihrer fabelhaften Vorstellung beim 5:0 in Belgien, mit dem sich die deutschen Frauen die EM-Teilnahme 2009 in Finnland sicherten, hat Pohlers sich nachhaltig für ein Olympia-Ticket empfohlen.
«Ich werde nur die besten Spielerinnen mit nach Peking nehmen. Es geht nur nach Leistung. Conny ist in ihrem zweiten Frühling. Im Moment hat sie die beste Form von allen», lobte Cheftrainerin Silvia Neid. Damit macht die 44-Jährige dem kleinen Wirbelwind, der in Eupen über den Rasen fegte wie in besten Zeiten, große Hoffnungen auf einen Platz im nur 18 Spielerinnen umfassenden Olympia-Kader.
Pohlers weiß, dass das Rennen um die Fahrkarten nach Peking noch längst nicht gelaufen ist. Gerade im Angriff ist das Gedränge groß. In den Weltmeisterinnen Petra Wimbersky und Sandra Smisek hat Pohlers gleich zwei Konkurrentinnen im eigenen Club, Hoffnungen machen sich zudem die Wolfsburgerin Martina Müller und die Potsdamerin Anja Mittag. Im Offensivbereich gesetzt ist nur Birgit Prinz. «Jedes Spiel ist jetzt wichtig, nicht nur die Länderspiele, sondern auch die Spiele mit dem Verein. Ich will unbedingt mit nach Peking. Das sieht man doch wohl, oder?», meinte Pohlers, die zwei Tore selbst erzielte und das 4:0 von Kerstin Garefrekes vorbereitete.
In der Bundesliga-Torjägerinnenliste liegt Pohlers mit 20 Treffern im Moment an der Spitze. «Ich habe einfach einen Lauf und großes Selbstvertrauen», sagte die 63-malige Nationalspielerin, die vor einem Jahr das WM-Ticket verpasste und maßlos enttäuscht war. «Es liegt ja nicht an mir, wenn eine Spielerin nicht mitfährt. Jede hat es selbst in der Hand, durch Leistung zu überzeugen», sagte Neid, die den Konkurrenzkampf bewusst schürt.
Mit entscheidend für die Kehrtwende in Pohlers’ Karriere war ihr Vereinswechsel im vorigen Sommer, als sie Turbine Podsdam verließ und beim Meister aus Frankfurt einen Neuanfang wagte. «Das war ein wichtiger Schritt», sagte sie über beide Wangen strahlend. «Die WM habe ich längst abgehakt. Ich bin ein positivdenkender Mensch und schaue nur nach vorn. Für mich zählt jetzt nur Olympia.»
| 23 | Conny Pohlers | 16.11.1978 | 1. FFC Frankfurt | 63 | 27 |
| 18 | Kerstin Garefrekes | 04.09.1979 | 1. FFC Frankfurt | 88 | 31 |
Nadine Angerer – 61 Spiele (davon 39 Spiele ohne Gegentor)
| Silke Rottenberg | 25.01.1972 | 1993 | 1.FFC Frankfurt | 125 |
| Melanie Behringer | 18.11.1985 | 2005 | SC Freiburg | 31 | 8 |
| 17 | Ariane Hingst | 25.07.1979 | Djurgarden IF | 148 | 9 |
| 6 | Linda Bresonik | 07.12.1983 | SG Essen-Schönebeck | 38 | 3 |
Pressetermin mit der ARD
mit SIR Henry beim Länderspiel
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